Rückblick: ökumenisches Gebetsläuten und gemeinsames Vaterunser in der "Corona-Zeit"

Fast in Vierteljahr lang, vom 14. März bis zum 6. Juni, haben täglich um 19.30 Uhr alle 3 Glocken unserer Lutherkirche geläutet - zusammen mit dem Tagzeitengeläut um 19 Uhr der Rahmen für eine halbe Stunde Gebetszeit in ökumenischer Verbundenheit mit Christinnen und Christen in ganz Bochum.

In dieser Zeit der Stille und des Gebets haben viele an die unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffenen Menschen gedacht. Ein zentrales Element der Gebetszeit war die Einladung zum gemeinsamen Vaterunser, das mit dem Glockenläuten um 19.30 Uhr die Zeit der Stille beschloss. 

Mit dem Wiederbeginn der sonntäglichen Gottesdienste in der Lutherkirche am Sonntag Trinitatis, 7. Juni, endet diese besondere Einladung zum Gebet und das zusätzliche Glockenläuten um 19.30 Uhr findet nicht mehr statt. 

Weiterhin läutet die mittlere Glocke der Lutherkirche um 7.00, 12.00 und um 19.00 Uhr und lädt zur persönlichen Gebetszeit ein - wie es schon immer Tradition ist. 

Die Glocken der Lutherkirche

die Glocken der Lutherkirche

Das Geläut unserer Kirche besteht aus drei Gussstahlglocken, die 1911 vom Bochumer Verein gegossen und im Herbst 1912 installiert wurden. Die Glocken mit einem Gesamtgewicht von 3.950 kg erklingen als Dreiklang in den Tönen  C, Es und Ges. Die große Glocke trägt die Inschriften "Ich lebe und ihr sollt auch leben." (Johannes 14,19) sowie "Selig sind die Toten ..."; die mittlere Glocke "Ein feste Burg ist unser Gott" und die kleine Glocke "Ehre sei Gott in der Höhe".